Das Glück ist ein Vogerl (derzeit nicht ausgestellt)

Wundersame Vogelwelt

...so lautet der Titel einer neuen Themenausstellung.
Waren es im vergangenen Jahr die „Monsterkäfer“, die das Publikum so sehr begeisterten, so kommen heuer noch die Lieblinge der meisten Menschen dazu: “die Vögel". Schon seit jeher begeistern sie uns, sei es durch ihre einmalige Farbenpracht, ihr unterschiedliches Aussehen oder aber durch ihren melodischen Gesang, der es uns angetan hat. Die meisten von uns kennen sie: Amsel, Drossel, Fink und Star. Jedoch wer weiß, dass der Star die Vogelart mit der besten Schwarmflugkoordination ist oder die Wacholderdrossel ihr Nest auf die schmutzigste Art verteidigt, nämlich, indem sie ihren Feind mit Kot bombardiert.
Erst wenn man sich eingehender mit der Welt der Vögel beschäftigt, entdeckt man etliche erstaunliche, jedoch weniger bekannte, Leistungen. Es gibt zum Beispiel einen Vogel, der hundert Tage lang schlafen, und einen anderen, der ohne Unterbrechung mindestens vier Jahre fliegen kann.
Aber auch vor unserer Haustür gibt es solche Rekorde der Vogelwelt. So lebt der Vogel mit dem feinsten Gehör bei uns. Den wohl eigenartigsten Rekord in der Vogelwelt hält ebenfalls ein einheimischer Vogel: während der Brutzeit sind die Hoden beim Männchen unverhältnismäßig groß und machen acht Prozent des Körpergewichtes aus. Diese Kenngröße liegt deutlich höher als das Gewicht des Gehirns, eine pikante Pointe für Feministinnen. Mehr Informationen und den Namen dieses Vogels gibt es in der Themenausstellung zu erfahren. Aber auch der Vogel mit der längsten Zunge lebt vor unserer Haustür und wird gezeigt, und auch jener der mit der eintönigsten Ernährung oder der raffinierteste Bigamist der Vogelwelt. Rekorde über Rekorde!
Jedoch weicht das Naturmuseum durch all diese Rekorde nicht von seinem Weg ab, die Natur so zu zeigen, wie sie sich für uns unter freiem Himmel darstellt.
So wird der Alpenmauerläufer, der "Schmetterling unter den Vögeln“, in seinem natürlichen Lebensraum mit Alpenbockkäfer, Alpensalamander und Alpenspitzmaus gezeigt.
Ähnlich verhält es sich mit dem Lebensraum "Brasilianischer Regenwald". In ihm werden neben Tukanen und dem stärksten Greifvogel der Welt, Kapuzinervogel, Felsenhahn, dem Besucher nähergebracht.
Der Südostasiatische Regenwald wiederum bietet die Möglichkeit, neben Hornvögeln Schmetterlinge zu zeigen, die nach den Vögeln benannt wurden. Die sogenannten Vogelfalter, zu denen die größten und schönsten Tagfalter der Erde zählen.
In den Höhen des Himalaya wiederum finden wird den Vogel mit dem wohl ausgeprägtesten Blau der Welt neben dem farbenprächtigsten, angepasst an Eis und Kälte. Was für ein Kontrast zur Kargheit dieser Region.
Aber auch auf die kleinen Schönheiten wird nicht vergessen. So wird der Scharlachgimpel mit seinem schon fast unwirklichen Rot genauso zu sehen sein wie der Mohrengimpel, schwarz mit goldenem Käppchen. Beide so unterschiedlich, dass man nicht glauben kann, dass es sich hierbei um Verwandte handelt.



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